Versammelt am Rizalbrunnen in Wilhelmsfeld: einige Mitglieder der

 Knights of Rizal

des Wilhelmsfeld-Heidelberg Chapters:

 

Feier zum 141. Geburtstag José Rizals

am 22.Juni 2002 in Wilhelmsfeld

 

Im Rizal-Park von Wilhelmsfeld begrüßt Rainer Weber, der Commander des Wilhelmsfeld-Heidelberg Chapters, die Gäste:

"Liebe Freunde José Rizals, werte Gäste!

Als José Rizal vor 141 Jahren geboren wurde, wurde er nicht in eine heile Welt hinein geboren, sondern er erlebte eine Zeit auf den Philippinen, die schon stark von Veränderungen geprägt war. Gedanken der nationalen Selbstbestimmung hatten auch auf den Philippinen, zunächst noch sehr zaghaft, Eingang gefunden. Aber die ablehnende Haltung der spanischen Kolonialverwaltung und vor allem der Mönchsorden, verhinderten eine organische Entwicklung, die durch Reformen hätte geprägt sein können und müssen.          

Rizals Familie und er selbst spürten bald auch am eigenen Leibe, dass die Spanier die "Indios", wie sie die Filipinos nannten, nur als Menschen 2.Klasse betrachteten. Sein älterer Bruder Paciano wurde zum Bewunderer der drei philippinischen Geistlichen, die von den Spaniern wegen angeblicher Rebellion grausam hingerichtet wurden - und er legte den Samen, der dann in José Rizal so stark aufgehen sollte. Rizals Familie erkannte sehr schnell, welche Fähigkeiten in dem jungen José steckten, und so wurde der junge Mann aus dem kleinen Städtchen Calamba trotz großer finanzieller Belastung zum Studium nach Europa geschickt.                             

Deutschland stand zunächst nicht zur Debatte, aber das Augenleiden seiner Mutter führte dazu, dass Rizal ihr die bestmögliche Behandlung zukommen lassen wollte, und Paris war dann nur Etappe auf dem Weg zur neuen, aber schon international renommierten Universitäts-Augenklinik unter Prof. Becker in Heidelberg.

Was er dort in Heidelberg erlebte und erlernte, schätzte Rizal sehr hoch, was er aber dann in Wilhelmsfeld für wenige Monate vor genau 116 Jahren erlebte, war anders. Er lernte den kleinen Ort und seine Menschen, besonders seinen Gastgeber, Pfarrer Ullmer und dessen Familie, lieben. Hier fühlte er sich wohl, trotz seiner Trennung von der Familie und seiner geliebten Heimat, und er erfuhr eine ihn stark prägende Zeit.

Begriffe wie Menschlichkeit, politische und religiöse Toleranz, Vaterlandsliebe, Fleiß, Verständnis für andere Menschen erhielten für Rizal hier eine zusätzliche und tiefere Bedeutung.

Wir wollen wünschen und dafür arbeiten, dass die Gedanken und Ideale José Rizals auch heute noch auf den Philippinen, bei den Knights of Rizal und hier in Wilhelmsfeld lebendig sind und bleiben.

Mit dieser Hoffnung wollen wir nun diese Blumen am Denkmal des großen philippinischen Nationalhelden, Dr.José Rizal, niederlegen."

 

 

(von rechts): Hans Zellner, Bürgermeister von Wilhelmsfeld, Chapter Commander Rainer Weber, Alexander Mushake, Adviser für Europa, und Klaus Hartung, Commander für Deutschland und Österreich, legen Kränze an der Rizalstatue im Rizal-Park von Wilhelmsfeld nieder.

 

Nach der feierlichen Aufnahme von Herrn Dr. Siegfried Honert (Langenfeld) in den Orden der Knights of Rizal und seinem sehr interessanten und lebendigen Bericht über seine langjährige Tätigkeit und seine großen, erfolgreichen Erfahrungen als Berater in der kommunalen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Langenfeld (Rhld.) und ihrer philippinischen Partnerstadt Batangas, referierte anschließend Dr. Karl-Heinz Wionzek (Düsseldorf) - siehe Photo unten - über den bewegenden Abschiedsbrief (und über Buchgeschenke) aus dem Nachlass von Dr. José Rizal an seinen Freund, Prof. Ferdinand Blumentritt, kurz vor Rizals Hinrichtung geschrieben und über Berichte und Briefe, die die letzten Momente vor seinem Tode schildern .

     Dr. Karl-Heinz Wionzek bei seinem sehr interessanten Referat im Gemeindesaal von Wilhelmsfeld

 

Ein Teil der Zuhörerschaft - 2.Reihe rechts: Herr und Frau Dr. Honert

von links: Mag. Johann Stockinger, Wien, Dr. Karl-Heinz Wionzek (Düsseldorf) und Manfred Holtzmann,  ehemaliger Bürgermeister von Wilhelmsfeld

Johann Stockinger aus Wien ist Präsident der Österreichischen-Philippinischen Gesellschaft. Er ist webmaster der hervorragenden Homepage über Rizal und dessen langjährigen Freund Ferdinand Blumentritt aus der Tschechoslowakei. Außerdem hat er eine interessante CD-Rom der englischsprachigen Buchausgabe über die Weltumsegelung der österreichischen Fregatte "Novara", unternommen in den Jahren 1857-1859, herausgegeben. 


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            Dr.José Rizal in Heidelberg und in Wilhelmsfeld 1886

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| Flores de Heidelberg (Engl.-Deutsch) - Gedicht von José Rizal 1886 | 

| Rizal's letters from Heidelberg I |Rizal's letters from Heidelberg & Wilhelmsfeld II|

| Rizal's letters to Pastor Ullmer, Wilhelmsfeld, 1886-88

| Prof. Virchows Nachruf für Dr. José Rizal 1897| Prof.Virchow: Obituary  for Dr. José Rizal |

            Knights of Rizal des Wilhelmsfeld-Heidelberg Chapters 

                und der Rizal - Park in Wilhelmsfeld (Odenwald)

| Wilhelmsfeld-Heidelberg Chapter (Vorstand) | Supreme Commander in Wilhelmsfeld 2001 |

| 25 Jahre Rizal-Park, Wilhelmsfeld 2003|

|Rizals 146. Geburtstag + 10 Jahre Wilhelmsfeld - Heidelberg Chapter: 17. Juni 2007|

|50 Jahre Rizal Beziehungen: Philippinen - Wilhelmsfeld: Die Wilhelmsfeld Story|

|50 Years Philippines - Wilhelmsfeld: "The Wilhelmsfeld Story", by Dr.P.Mendez|

|Correspondence Dr.Paz Mendez concerning Rizal's stay in Wilhelmsfeld (1959)| NEW!!!


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